How-To und wichtige Informationen zur Einbindung der
Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) in Loco-Soft

Zum Jahresbeginn 2020 ist eine neue Verordnung für elektronische Kassensysteme in Kraft getreten: Die "Kassensicherungsverordnung" (KassenSichV). Durch diese Verordnung hofft der Fiskus, Kassenmanipulationen entgegen zu wirken und damit seine Steuereinnahmen zu sichern.

Allgemeine Informationen zur KassenSichV haben wir bereits für Sie in unserer gesonderten FAQ zusammengefasst. Neben der Belegausgabe-Pflicht umfasst die KassenSichV einen Export der Kassen-Daten via "Digitaler Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme" (DSFinV-K). Technische Grundlage hierzu bildet dabei der Schutz vor Kassen-Manipulation via technischer Sicherheitseinrichtung (TSE). Diese senden wir Ihnen voraussichtlich bis Freitag, dem 12.02.21 zu. Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben der KassenSichV haben Sie die TSE bereits im Jahre 2020 im Rahmen der Kassen-Registrierung verbindlich bei Loco-Soft bestellt.

Für die reibungslose Einbindung der LAN-TSE bedarf es der Beachtung diverser, technischer Besonderheiten. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden detailliert erläutern.

Einleitung: Was sind die nächsten Schritte?

Sie erhalten von uns in Kürze

Zur Erinnerung: Was ist die KassenSichV?

Die Kassensicherungsverordnung (kurz: KassenSichV) regelt die Anforderungen an Sicherungs- und Aufzeichnungssysteme (Kassen). Darin wird vorgeschrieben, dass ab dem 01.01.2020 alle elektronischen Kassensysteme mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein müssen. Wenn Bar-Umsätze (mittels Bargeld, aber auch EC-Karte, Kreditkarte oder Gutscheine) durch ein Kassensystem erfasst werden, soll diese TSE die elektronischen Aufzeichnungen gegen Manipulationen schützen.

Im Detail beschreibt die KassenSichV umfangreiche, gesetzliche Regelungen zur Erfassung von Kassen-Buchungen, deren Sicherung, Signatur und Speicherung. Außerdem gibt sie genaue Vorgaben zur einheitlichen Bereitstellung eines digitalen Exports zur Kassen-Nachschau und zur Kassen-Belegausgabe. Es ergeben sich folgende drei Bereiche:

  • Belegausgabe-Pflicht
  • Schutz vor Kassen-Manipulation via technischer Sicherheitseinrichtung (TSE)
  • Export der Kassen-Daten via „Digitaler Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme“ (DSFinV-K)
Was ist eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?

Gemäß der neuen KassenSichV, müssen alle Kassen-Bewegungen künftig durch eine sogenannte „technische Sicherheitseinrichtung“ (TSE) signiert und die entsprechenden Kassen-Buchungen gespeichert werden.

Bei TSE handelt es sich um Hoch-Sicherheitsmodule, welche alle Kassen-Bewegungen signieren und speichern. Hierfür wurden durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestimmte Vorgaben definiert. Diese sind im Rahmen eines umfangreichen Zertifizierung-Prozesses bei unabhängigen Stellen zu belegen.

Die Bereitstellung einer TSE für Loco-Soft erfolgt, sobald eine netzwerkfähige TSE-Lösung (LAN-TSE) durch unseren TSE-Lieferanten zertifiziert wurde. Spätestens jedoch bis zum Ablauf der „Nichtbeanstandungsregelung bei fehlender TSE" am 30.09.2020. Die umfangreichen, technischen Vorbereitungen, um eine TSE in die Loco-Soft Programmabläufe zu integrieren, sind zum Jahresende 2019 abgeschlossen.

Nichtbeanstandungsregelung bei fehlender TSE bis 30.09.2020
Die Frist zur Umsetzung der verlangten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) wurde verlängert. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben eine sogenannte „Nichtbeanstandungsregelung bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a AO ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung nach dem 31. Dezember 2019“ (NBA) veröffentlicht. Diese besagt, dass im Falle einer Kassen-Nachschau bis zum 30.09.2020 nicht beanstandet wird, sofern der Unternehmer seine Kasse noch nicht mit einer „technischen Sicherheitseinrichtung“ (TSE) ausgestattet hat.

Warum hat sich Loco-Soft für den Einsatz einer LAN-TSE entschieden?

Neben der LAN-TSE werden weitere Signatur- und TSE-Möglichkeiten angeboten. Dabei bieten alle Systeme Vor- und Nachteile. Diese möchten wir im Folgenden gerne kurz erläutern:

- Einzel-TSE: Beim Einsatz einer Einzel-TSE wäre eine Kassen-Nutzung einzig und exklusiv von dem Computer möglich, an dem die TSE angeschlossen sind. Damit wäre die Flexibilität bei der Nutzung von Loco-Soft stark eingegrenzt. Gerade diese wird seitens unserer Anwender jedoch geschätzt.

- Cloud-TSE: Ja, es wäre die flexibelste Lösung! Bis zuletzt war nicht bekannt, ob diese Art der TSE-Anbindung seitens des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI) zertifiziert wird. Die Umsetzung und Integration einer TSE-Lösung innerhalb des Kassen-Systems bringt einen Entwicklung-Aufwand von hunderten Entwickler-Tagen mit sich. Daher haben wir uns auch hier gegen eine Integration in Loco-Soft entschieden. Zwischenzeitlich wurden erste Cloud-TSE-Anbieter erfolgreich zertifiziert. Die Abrechnung der Cloud-TSE erfolgt monatlich. Dabei sind uns Preise von 20,00 - 80,00 EUR pro Monat und Standort bekannt. Diese TSE-Lösung wurde daher ebenso auf Grund der monatlichen Zusatz-Belastung für unsere Anwender-Betriebe nicht angenommen.

- LAN-TSE: Diese wird an einem Windows-Client angeschlossen und mittels "LAN-Konnektor-Software" eingerichtet. Dies war unserer Ansicht nach für unsere Anwender-Betriebe die beste Anbindung-Möglichkeit. Leider hat sich kürzlich herausgestellt, dass die LAN-Konnektur-Software (Stand 24.02.2021) nur unter Windows 10 lauffähig ist. Diese Information lag uns zwar für die Entwickler-, nicht jedoch die finale Anwender-TSE vor.

Wie funktioniert die TSE?

Gemäß gesetzlicher Vorgabe dient die TSE dem Schutz vor Kassen-Manipulationen. Doch was genau ist der "Schutz vor Kasse-Manipulationen"? Erfolgt eine Buchung innerhalb des Kassensystems, werden sämtliche Buchungsinformationen (Buchungsbetrag / Steuer / Rechnungsinformationen), inkl. einer eindeutigen Signatur-Start- und End-Zeit an die TSE übermittelt.

Diese werden seitens der TSE signiert und daraus resultierend eine eindeutige und einmalige Signatur zurück an Loco-Soft übermittelt. Die Buchung- und Signatur-Informationen werden innerhalb von Loco-Soft und zudem in der TSE selbst gespeichert. Die Signatur Ihrer Belege erfolgt automatisch im Rahmen der Kassenbeleg-Erstellung. Diese muss und kann NICHT manuell angestoßen werden. Die TSE-Signaturinformationen erscheinen gemäß gesetzlicher Anforderungen zudem auf dem Ausdruck.

Gemäß KassenSichV muss der Kassen-Beleg folgende Informationen enthalten:

- den vollständigen Namen und Anschrift Ihres Autohauses

- das Beleg-Datum, den Zeitpunkt des Vorgang-Beginns (Start-Transaktion) sowie den Zeitpunkt der Vorgang-Beendigung (Finish-Transaktion)

- die Transaktionsnummer

- die Menge, Art und Umfang der gelieferten Waren oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistungen

- für jeden Steuersatz und die Summen der Entgelte sowie die darin enthaltene Steuerbeträge

- die Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems oder die Seriennummer des Sicherheitsmoduls

Aus Sicherheitsgründen werden darüber hinaus weitere Informationen (z.B. Signatur-Schlüssel etc.) auf Ihrem Kassen-Beleg ausgegeben.

 

Maßnahmen zum Schutz vor Manipulationen

Das Start- und End-Datum der Transaktion wird innerhalb der TSE gespeichert. Wird bei der Beleg-Signatur ein früheres Transaktion-Datum als das zuletzt an die TSE übermittelte und chronologisch gespeicherte Datum übermittelt, widerspricht dies der Signatur-Reihenfolge und wir daher als "Manipulation-Versuch" gewertet. Die TSE sperrt sich folgend für weitere Signaturen. Diese ist folgend leider nicht mehr funktionsfähig. Die TSE kann nicht reaktiviert werden. Die TSE muss in einem solchen Fall durch eine neue Signatur-Einheit ersetzt werden.

Grundsätzlich ist die TSE fünf Jahre gültig (ab dem ersten Einsatz in Loco-Soft).

Die Kommunikation zwischen Loco-Soft und TSE erfolgt mittels IP-Adresse/Port und einem API-Token. Diese Informationen erhalten Sie im Rahmen der Installation und Einrichtung der TSE mittels LAN-Konnektor-Software. Tragen Sie die Verbindungsdaten im Rahmen des Einrichtung-Prozesses innerhalb von Loco-Soft ein.

Die Einbindung in das lokale Netzwerk erfolgt über die LAN-Konnektor-Software. Laden Sie diese unter folgendem Link herunter.

Eine Einrichtung- und Installation-Anleitung der TSE stellen wir Ihnen in Kürze zur Verfügung.

Wichtig: Der Windows 10-Client, an dem die TSE angeschlossen und via LAN-Konnektor-Software installiert wird, muss dauerhaft über die identische (statische) IP-Adresse verfügbar sein! Stellen Sie daher sicher, dass sich IP-Adresse/Name, welche zur Kommunikation mit der TSE genutzt werden, NICHT verändern.

Nach gesetzlicher Vorgabe muss die TSE an jedem Betriebsstandort lokal installiert und ins Netzwerk eingebunden werden.

Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen

Die LAN-TSE wird mittels einer zertifizierten "LAN-Konnektor-Software" im lokalen Netzwerk eingebunden. Leider unterstützt diese Software, Stand 23.02.2021 einzig und exklusiv das Microsoft Betriebssystem Windows 10.

Dieser Windows 10 "TSE-Rechner" muss dauerhaft (während der Geschäftszeiten) mittels fester (sich nicht veränderten) IP-Adresse / Computer-Namen im Netzwerk erreichbar sein. Die Einbindung der TSE erfolgt via LAN-Konnektor-Software (Setup-Download). Zur Installation und Einrichtung der TSE wird ein Administrator-Zugriff benötigt.

Zwecks Abfrage der aktuellen TSE-Zeit an einem zentralen Zeit-Server, wird ein ständiger / dauerhafter Internet-Zugriff benötigt.

Besonderheit bei Terminal-Server - Systemen (gilt für Ein- bzw. Mehr-Betrieb-Anwender):

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebes eingebunden wird. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine zentrale Verwaltung der TSEs aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs - betrifft Mehr-Betrieb-Anwender - ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage Deutscher Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSEs in Ihrem Netzwerk.

Die zur Einbindung der TSE benötigten LAN-Konnektor-Software ist, Stand 23.02.2021, leider nicht für Windows 10 basierte Windows Server-Betriebs-Systeme (Windows Server 2016 & 2019) kompatibel. Wir empfehlen Ihnen, die TSE an einem Windows 10 Client (Voraussetzungen, siehe oben) mittels LAN-Konnektor-Software zu installieren und diesen folgend im Netzwerk einzubinden. Dieser Windows 10 - Client muss vom Loco-Soft Server dauerhaft erreichbar sein.

Bitte sprechen Sie Ihren Hardware- und Netzwerkbetreuer an, welche Anpassungen/Einstellungen ggf. in Ihrem Netzwerk bzgl. VPN/Routing usw. notwendig sind.

Was bedeutet, dass der (Windows 10) - "TSE-Rechner" dauerhaft unter gleicher IP / Namen erreichbar sein muss?

Der "TSE-Rechner" sollte dauerhaft, mindestens jedoch während Ihrer Geschäftszeiten eingeschaltet und im Netzwerk erreichbar sein. Die Kommunikation zwischen Loco-Soft und TSE erfolgt u.a. mittels IP-Adresse bzw. über den Computer-Namen. Gewöhnlich wird die IP-Adresse der Computer (Clients) im Netzwerk in regelmäßigen Abständen (z.B. beim Neustart) via DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) neu vergeben. In diesem Fall wäre die TSE unter der bisher zugewiesenen IP-Adresse / Computer-Namen nicht mehr erreichbar.

Stellen Sie daher sicher, dass die IP-Adresse des "TSE-Rechners" z.B. auch bei einem Computer-Neustart nicht via DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) neu vergeben wird.

Stimmen Sie sich hierzu ggf. mit Ihrem Systembetreuer ab.

Warum wird Windows 10 zwingend zur Einrichtung der TSE am "TSE-Rechner" am lokalen Standort benötigt?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebs eingebunden wird. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSEs aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs) ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage Deutscher Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSEs in Ihrem Netzwerk.

Die zur Einbindung der TSE benötigten LAN-Konnektor-Software ist, Stand 23.02.2021, leider nur für Windows 10, nicht jedoch für Windows-Server-Betriebssysteme kompatibel.

Daher muss die TSE an einem Windows 10 Client am lokalen Standort mittels LAN-Konnektor-Software installiert und dieser folgend im Netzwerk eingebunden werden. Dieser Windows 10 - Client (TSE-Rechner) muss vom Loco-Soft Server dauerhaft erreichbar sein.

Warum muss der TSE-Rechner ständigen Internet-Zugriff haben?

Die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) wird automatisch und in regelmäßigen Abständen mit einer manipulationssicheren Internet-Zeit beschickt. Die Abfrage dieser Zeit erfolgt gegen einen Online-Server. Kann die Internet-Zeit nicht abgerufen werden, ist eine Beleg-Signatur via TSE nicht möglich.

In diesem Fall erhalten Sie eine Hinweis-Meldung. Der Fehler-Status wird ebenso auf dem Kassen-Beleg ausgedruckt.

Kann Windows 7 / Windows 8 - Clients kostenlos auf Windows 10 "upgegradet" werden?

Am 17.01.2020 haben wir Sie via Loco-News über die Möglichkeiten des kostenlosen Upgrades von Windows 7 sowie Windows 8 - auf das aktuelle Betriebssystem Windows 10 informiert. Nach unserem Kenntnisstand ist ein kostenloses Upgrade auf Windows 10 nach wie vor möglich. Nutzen Sie gerne diese Möglichkeit, Ihre Betriebssysteme auf den neuen IT-Standard zu bringen.

Diese Loco-News mit allen weiteren Informationen finden Sie HIER.

Werden zur Installation der TSE LAN-Konnektor-Software unter Windows 10 besondere Rechte benötigt?

Ja! Im Rahmen des Installation-Prozesses der LAN-Konnektor-Software werden automatisch diverse System-Einstellungen (z.B. Port-Freigabe des TSE-Kommunikation-Port 4433 innerhalb der lokalen Firewall) vorgenommen. Aus diesem Grund werden zur Installation der LAN-Konnektor-Software administrative Benutzer-Rechte benötigt.

Weitere Details zur Systemvoraussetzung der TSE finden Sie im Fragen-Bereich "Zusammenfassung: TSE Systemvoraussetzungen".

Wo muss die TSE (auch bei Mehr-Filial-Betrieben) physisch angeschlossen und eingebunden werden?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebs eingebunden wird. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSEs aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs) ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage des Deutschen Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSEs in Ihrem Netzwerk.

Die zur Einbindung der TSE benötigten LAN-Konnektor-Software ist, Stand 23.02.2021, leider nicht für Windows 10 basierte Windows Server-Betriebs-Systeme (Windows Server 2016 & 2019) kompatibel. Wir empfehlen Ihnen, die TSE an einem Windows 10 Client (Voraussetzungen, siehe im Bereich "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen") mittels LAN-Konnektor-Software zu installieren und diesen folgend im Netzwerk einzubinden. Dieser Windows 10 - Client muss vom Loco-Soft Server dauerhaft erreichbar sein.

Mehr-Filial-Betriebe benötigen somit einen Windows 10-Client sowie min. eine TSE pro Standort.

Bitte sprechen Sie Ihren Hardware- und Netzwerkbetreuer an, welche Anpassungen/Einstellungen ggf. in Ihrem Netzwerk bzgl. VPN/Routing usw. notwendig sind.

Wir nutzen einen Terminal-Server (TS) mit Windows Server-Betriebssystemen. Wie kann die TSE hier eingebunden werden?

Ein-Standort-Lösung (TS):

Es wird mindestens ein Windows 10-Client (ebenso als virtualisiertes Betriebssystem möglich) benötigt, an dem die TSE angeschlossen und via LAN-Konnektor-Software eingerichtet wird. Gleichzeitig muss dieser Rechner über eine unveränderliche IP-Adresse/Computer-Name dauerhaft im Netzwerk erreichbar sein. Bitte beachten Sie, dass zur Einbindung der TSE in eine virtualisierte Betriebssystem-Umgebung ggf. weitere Hard- bzw. Software-Produkte (z.B. SEH myUTN-Box) benötigt werden.

Mehr-Betrieb- / Mehr-Standort-Lösung (TS / VPN virtualisiert oder als physische Maschine):

Es wird mindestens ein Windows 10-Client PRO STANDORT (ebenso als virtualisiertes Betriebssystem möglich) benötigt, an dem die TSE angeschlossen und via LAN-Konnektor Software eingerichtet wird. Der entsprechende Client muss über eine unveränderliche IP-Adresse/Computer-Name dauerhaft im lokalen Netzwerk erreichbar sein. Bitte sprechen Sie Ihren Hardware- und Netzwerkbetreuer an, welche Anpassungen/Einstellungen ggf. in Ihrem Netzwerk bzgl. VPN/Routing usw. notwendig sind. Bitte beachten Sie ebenso, dass zur Einbindung der TSE in eine virtualisierte Betriebssystem-Umgebung ggf. weitere Hard- bzw. Software-Produkte (z.B. SEH myUTN-Box) benötigt werden.

Weitere Informationen finden Sie zudem unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Innerhalb von Loco-Soft werden mehrere Mandanten und Filialen in einem zentralen Datenbestand verwaltet. Wäre eine zentrale Verwaltung aller TSE aller Betriebsstätten direkt am Hauptstandort nicht effektiver?

Ja, hier teilen wir eindeutig Ihre Meinung! Eine zentrale Verwaltung aller TSE an einem Standort wäre sicherlich effektiver und hinsichtlich der Administration sinnvoller.

Der Gesetzgeber schreibt jedoch vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebs eingebunden wird. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSEs aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs - betrifft Mehr-Betrieb-Anwender - ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage des Deutschen Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSEs in Ihrem Netzwerk.

Wir empfehlen Ihnen daher, dieser gesetzlichen Anforderung gemäß KassenSichV Folge zu leisten.

Wir nutzen ein virtualisiertes Server-Cluster / Server-Farm mit unterschiedlichen Terminal-Servern (TS). Wie kann die TSE hier eingebunden werden?

Es wird mindestens ein Windows 10-Client benötigt, an dem die TSE angeschlossen und via LAN-Konnektor-Software eingerichtet wird. Gleichzeitig muss dieser Rechner über eine unveränderliche IP-Adresse/Computer-Name dauerhaft im Netzwerk erreichbar sein. Bei dem Windows 10-Client kann es sich ebenfalls um ein virtualisiertes Betriebssystem handeln. In diesem Fall muss die TSE physisch in die virtuelle Umgebung des Windows 10-Clients übergeben werden. Dieser Windows 10-Client muss von allen Terminal-Servern im Netzwerk erreichbar sein, auf denen Loco-Soft genutzt und etwaige Kassen-Buchungen erstellt werden.

Bitte beachten Sie, dass zur Einbindung der TSE in eine virtualisierte Betriebssystem-Umgebung ggf. weitere Hard- bzw. Software-Produkte (z.B. SEH myUTN-Box) benötigt werden. Bitte sprechen Sie Ihren Hardware- und Netzwerkbetreuer an, welche Anpassungen/Einstellungen ggf. in Ihrem Netzwerk bzgl. VPN/Routing usw. notwendig sind.

Weitere Informationen finden Sie zudem unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Kann die LAN-TSE in Loco-Soft auch ohne LAN-Konnektor-Software verwendet werden?

Nein, die LAN-Konnektor-Software ist ein zwingender Bestandteil zur Einrichtung der TSE im lokalen Netzwerk. Ohne die entsprechende Software kann die TSE nicht eingerichtet oder verwendet werden.

Welche Daten / Informationen werden zur Einrichtung und Kommunikation zwischen Loco-Soft und der TSE benötigt?

Zur Einrichtung / Konfiguration der TSE innerhalb von Loco-Soft, werden folgende Informationen benötigt:

- unveränderliche (statische) IP-Adresse/Computer-Name Windows 10-Clients, an dem die TSE angeschlossen ist ("TSE-Rechner")
- TSE - Kommunikation-Port
- TSE - API-Sicherheitstoken

Woher erhalten Sie diese Informationen? Beachten Sie hierzu den Fragen-Bereich "Wo finden wir die zur Einrichtung der TSE in Loco-Soft benötigten Informationen?".

Wo finden wir die zur Einrichtung der TSE in Loco-Soft benötigten Informationen?

Im Rahmen der Installation der LAN-Konnektor-Software (Download-Link) am Windows 10-Client ("TSE-Rechner"), wird auf dem Desktop eine Verknüpfung mit dem Namen "LAN-TSE-Session" abgelegt. Diese verweist auf die Datei "session.txt" im lokale TSE-Installation-Verzeichnis des TSE-Rechners Dieses liegt gewöhnlich unter "C:\PartnerTech\LAN-TSE\".

Öffnen Sie die Verknüpfung "LAN-TSE-Session" auf dem Desktop, bzw. öffnen die Datei "session.txt" unter "C:\PartnerTech\LAN-TSE\".

Die IP-Adresse und Port werden im Bereich "REST API" angezeigt. Der benötigte API-Token wird im Bereich "apiToken" angezeigt.

Wichtig: Bitte stellen Sie sicher, dass TSE bzw. der TSE-Rechner ständig unter selbiger IP-Adresse im Netzwerk erreichbar ist!

Die TSE ist ausgefallen, bzw. kurzfristig im Netzwerk nicht verfügbar, sodass Kassen-Bewegungen und Belege nicht signiert werden konnten. Müssen diese nachsigniert werden?

Die Kassen-Signatur stellt den aktuellen Stand des Beleg-Ausdrucks dar. Eine nachträgliche Signatur der Belege ist daher nicht möglich.

Im Falle eines Ausfalls der TSE, wird dies auf den entsprechenden Kassen-Belegen kenntlich gemacht. Sie können die Kasse folgend kurzweilig weiter verwenden. Gemäß Gesetzgeber sind Sie dazu verpflichtet, den Mangel (z.B. durch Ausfall der TSE) unverzüglich zu beheben.

Wird die Loco-Soft Kasse in Pr. 316 / Pr. 317 künftig ohne TSE funktionieren?

Gemäß KassenSichV gilt Loco-Soft als "Kassen-Hersteller". Demnach sind wir dazu verpflichtet, eine TSE-fähige Kasse anzubieten. Diese Anforderung erfüllen wir bereits seit dem 01.01.2020.

Mit Ablauf der "Nichtbeanstandungsregelung bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme im
Sinne des § 146a AO ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung" zum 01.04.2021 werden die Loco-Soft Kassen-Funktionen in Pr. 315, Pr. 316 und Pr. 317 ohne TSE nicht mehr zur Verfügung stehen.

Wir haben im Rahmen der Kassen-Registrierung eine TSE bestellt, möchte die Kasse in Loco-Soft künftig jedoch nicht nutzen. Kann ich diese nachträglich stornieren?

Gemäß gesetzlicher Vorgaben hat die TSE eine begrenzte Lebensdauer von max. 5 Jahren zzgl. einer kurzen Karenz-Zeit für Logistik und Versand.

Diese beginnt ab der TSE-Produktion. Entsprechend können die TSE nicht langfristig gelagert werden. Die TSE wurden entsprechend des von Ihnen angemeldeten TSE-Bedarfs (ausgelöst durch Ihre TSE-Bestellung und Kassen-Registrierung) beim TSE-Lieferanten bestellt. Storno und Rückgabe der TSE ist daher leider nicht möglich.

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